Mein Anspruch als Zahnarzt

Dr. Manuel Schürkämper, Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie

Dr. Manuel Schürkämper, Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie in München
Dr. Manuel Schürkämper, Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie in München

Grundlagen meines Wegs

Zahnmedizin begleitet mich seit meiner Kindheit. Meine Mutter ist Allgemeinärztin, mein Vater Zahnarzt. Schon als Grundschulkind verbrachte ich viel Zeit in der Praxis, machte dort meine Hausaufgaben und sammelte spielerisch erste Eindrücke im zahntechnischen Labor.

So entstand früh ein Gefühl dafür, dass gute Medizin mehr ist als Fachwissen allein. Sie braucht Genauigkeit, Erfahrung, handwerkliches Können – und vor allem den Blick für den Menschen.

Während meiner Gymnasialzeit begann ich 1992, regelmäßig in einem kieferorthopädischen Labor zu arbeiten. Diese praktische Tätigkeit prägte mein Verständnis für Präzision, Funktion und Ästhetik nachhaltig und bestärkte meinen Wunsch, Zahnmedizin zu studieren.

Von 1994 bis 2001 studierte ich Zahnmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während des Studiums absolvierte ich ein Auslandssemester in den USA. Von 1998 bis 2002 war ich außerdem wissenschaftlich an der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik Großhadern tätig. Dort entstand meine Dissertation, die ich mit der Note magna cum laude abschloss.

Die zahnärztliche Prüfung legte ich 2001 mit der Abschlussnote 1 ab und erhielt anschließend die Approbation als Zahnarzt.

Von 2002 bis 2007 absolvierte ich meine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Ergänzt wurde diese Zeit durch eine belegärztliche Tätigkeit im Krankenhaus Barmherzige Brüder.

Nach erfolgreicher Fachzahnarztprüfung erhielt ich 2007 die Anerkennung als Fachzahnarzt für Oralchirurgie. 2008 trat ich in die väterliche Praxis ein und führte sie zunächst gemeinsam mit meinem Vater als Gemeinschaftspraxis weiter. Seit 2016 führe ich die Praxis als moderne Einzelpraxis mit einem engagierten zahnärztlichen Team.

Was meine Zahnmedizin prägt

Das Studium der Zahnmedizin schafft die wichtige Grundlage für unseren Beruf. Gleichzeitig ist Zahnmedizin ein Fach, das sich ständig weiterentwickelt. Neue Materialien, digitale Verfahren, mikroskopische Behandlungstechniken und ein besseres Verständnis funktioneller und medizinischer Zusammenhänge eröffnen heute Möglichkeiten, die früher undenkbar waren.

Deshalb ist kontinuierliche Fortbildung für mich kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil guter Zahnmedizin.

Seit meiner Fachzahnarztanerkennung investiere ich jedes Jahr viel Zeit in Fortbildungen, praktische Übungskurse, Hospitationen und den fachlichen Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Über die Jahre sind so mehrere tausend Fortbildungsstunden zusammengekommen – allein in den vergangenen beiden Jahren 2024/2025 mehr als 500 Stunden.

Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viele Zertifikate zu sammeln. Entscheidend ist für mich, neues Wissen kritisch zu prüfen, praktisch zu üben und nur das in den Praxisalltag zu integrieren, was meinen Patientinnen und Patienten wirklich nützt.

Zahnmedizin als Gesamtkonzept

Ich sehe meine Aufgabe ein Stück weit wie die eines Zehnkämpfers in der Leichtathletik. Im Zehnkampf gewinnt nicht der beste Spezialist in einer einzelnen Disziplin, sondern der Athlet, der viele unterschiedliche Fähigkeiten auf hohem Niveau beherrscht und zu einer starken Gesamtleistung verbindet.

Ähnlich verstehe ich moderne Zahnmedizin. Viele Behandlungen lassen sich nicht isoliert betrachten. Oralchirurgie, Implantologie, Zahnerhaltung, Endodontie, Funktionstherapie, Zahnersatz, Kieferorthopädie und digitale Zahnmedizin greifen ineinander. Erst ihr Zusammenspiel ermöglicht Behandlungskonzepte, die wirklich zum einzelnen Menschen passen.

Mein Ziel ist es, diese verschiedenen Bereiche sinnvoll miteinander zu verbinden – mit dem Anspruch, möglichst schonend, präzise und langfristig zu behandeln.

Präzision durch Mikroskopie

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist der konsequente Einsatz des Operationsmikroskops. Es kommt in unserer Praxis in vielen Bereichen zum Einsatz: in der Diagnostik, bei Füllungen, bei der Präparation von Zahnersatz, in der Endodontie und bei mikrochirurgischen Eingriffen.

Die starke Vergrößerung hilft, Details zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären. Dadurch können Behandlungen präziser geplant und durchgeführt werden. Für mich ist das Mikroskop deshalb nicht nur ein technisches Hilfsmittel, sondern Ausdruck einer Haltung: möglichst genau hinsehen, Zahnsubstanz schonen und nichts dem Zufall überlassen.

Funktion, Kieferorthopädie und digitale Zahnmedizin

Neben der Präzision im Kleinen interessiert mich besonders das Verständnis größerer Zusammenhänge. Beschwerden im Kiefergelenk, muskuläre Verspannungen, Zahnstellung, Bisslage und Atmung können miteinander verbunden sein. Durch zahlreiche Fortbildungen in den Bereichen CMD, myofunktionelle Therapie und Kieferorthopädie betrachte ich viele Fragestellungen heute aus einem erweiterten Blickwinkel.

Auch die digitale Zahnmedizin ist seit vielen Jahren fester Bestandteil meines Praxiskonzepts. Intraoralscanner, digitale Behandlungsplanung, CAD/CAM-Technologien und 3D-Druck ermöglichen präzise, planbare und oft angenehmere Behandlungsabläufe.

2025 wurde ich nach Abschluss eines umfangreichen Curriculums zum Experten für die CAD/CAM-gestützte Herstellung von Zahnersatz ernannt. Im selben Jahr erwarb ich die Invisalign®-Zertifizierung und bilde mich seitdem kontinuierlich im Bereich der Alignertherapie fort.

Der Blick über den Zahn hinaus

In den letzten Jahren hat sich mein Interesse zunehmend auf größere medizinische Zusammenhänge erweitert. Besonders spannend finde ich die Wechselwirkungen zwischen Atmung, Schlaf, Kieferentwicklung und Zahnmedizin – häufig unter dem Begriff Airway Dentistry zusammengefasst.

Gerade bei Themen wie Schlafapnoe, Mundatmung, Kieferentwicklung oder funktionellen Beschwerden ist ein interdisziplinärer Blick wichtig. Deshalb beschäftige ich mich intensiv damit, wie dieses Wissen sinnvoll in ein modernes Praxiskonzept integriert werden kann – immer dort, wo es für Diagnostik, Beratung und Behandlung einen echten Mehrwert bietet.

Warum Sie mich kaum auf Social Media finden

Ich werde gelegentlich gefragt, warum ich keine umfangreiche Referententätigkeit ausübe und in den sozialen Medien kaum präsent bin.

Die Antwort ist für mich einfach: Zeit ist begrenzt. Ich habe mich bewusst entschieden, den größten Teil meiner Zeit nicht in Selbstdarstellung, Bühnenauftritte oder Social Media zu investieren, sondern in meine fachliche Weiterentwicklung und in die Behandlung meiner Patientinnen und Patienten.

Fortbildungen, Übungskurse, Hospitationen und der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen bringen mich fachlich weiter. Dieser Wissensgewinn kommt unmittelbar den Menschen zugute, die sich mir anvertrauen.

Vielleicht werde ich mein Wissen eines Tages auch verstärkt als Referent weitergeben. Im Moment liegt mein Schwerpunkt jedoch bewusst dort, wo ich den größten Mehrwert sehe: in der täglichen Arbeit am Patienten, in der stetigen Verbesserung meiner Behandlungskonzepte und in dem Anspruch, moderne Zahnmedizin jeden Tag ein Stück besser zu machen.

Mein wichtigstes Projekt bin nicht ich selbst – sondern die Qualität der Behandlung, die meine Patientinnen und Patienten in unserer Praxis erfahren.